Street Art Ausstellung und Rundgang in Köln: Urban Documentary
Am Freitag, 4. September, und Samstag, 5. September 2026 öffnet die seiLeise Gallery in Köln-Mülheim für die Ausstellung „Urban Documentary“. Gezeigt werden Arbeiten des Kölner Street-Art-Künstlers seiLeise, darunter Fotografien seiner gleichnamigen Serie Urban Documentary. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Ausstellung ist ein kostenloser öffentlicher Street-Art-Rundgang durch Köln-Mülheim am Samstag, 5. September, um 12:00 Uhr.
Die Galerie ist an beiden Tagen von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Für den Rundgang ist keine Anmeldung erforderlich.
Urban Documentary – Street Art und die Straße als Teil des Werkes
Street Art entsteht auf der Straße. Sie begegnet Menschen ungefragt, verändert sich, verschwindet und wird von ihrer Umgebung ebenso geprägt, wie sie selbst auf diese Umgebung einwirkt.
Dieser Zusammenhang ist ein wesentlicher Bestandteil meiner künstlerischen Arbeit. Mich interessiert nicht nur das einzelne Motiv, sondern auch die Frage, welche Bedeutung der Ort für ein Werk besitzt und was geschieht, wenn Street Art ihren ursprünglichen Kontext verlässt.
Damit führt die Ausstellung „Urban Documentary“ in Köln zu einer grundsätzlichen Frage: Was macht Street Art zu authentischer Street Art?
In der seiLeise Gallery werden unter anderem Arbeiten aus meiner fotografischen Serie „Urban Documentary“ gezeigt. Die Fotografien dokumentieren meine Street-Art-Arbeiten dort, wo sie entstanden sind und einen wesentlichen Teil ihrer Bedeutung erhalten: im öffentlichen Raum.
Dabei geht es nicht um eine möglichst neutrale Reproduktion des jeweiligen Motivs. Die Fotografie hält eine konkrete Situation fest. Architektur, Spuren der Stadt, Passanten, Licht, Witterung und Veränderungen an den Arbeiten werden Teil des Bildes.
Die Fotografien dokumentieren damit nicht nur ein Kunstwerk, sondern dessen tatsächliche Existenz an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Was macht Street Art authentisch?
Die Serie beschäftigt sich mit der Authentizität von Street Art. Was unterscheidet ein Motiv, das für die Straße geschaffen und dort tatsächlich installiert wurde, von einer Arbeit, die lediglich die Ästhetik oder Bildsprache von Street Art übernimmt?
Welche Bedeutung haben der konkrete Ort, Öffentlichkeit, Vergänglichkeit und die zufällige Begegnung mit Menschen für ein Werk?
Urban Documentary versteht die fotografische Dokumentation deshalb nicht als etwas, das erst nach dem eigentlichen Werk entsteht. Die Fotografie wird selbst zu einem Teil seiner Geschichte und zum Zeugnis seiner Existenz im öffentlichen Raum.
Öffentlicher Street-Art-Rundgang durch Köln-Mülheim
Am Samstag, 5. September 2026, verlässt die Ausstellung für rund zwei Stunden den Galerieraum. Beim öffentlichen Street-Art-Rundgang durch Köln-Mülheim gehen wir gemeinsam dorthin, wo ein wesentlicher Teil meiner Arbeit stattfindet: auf die Straße.
Der Rundgang beginnt um 12:00 Uhr an der seiLeise Gallery, Wallstraße 125, 51063 Köln-Mülheim.
Gemeinsam besuchen wir einige meiner Street-Art-Arbeiten im öffentlichen Raum. Dabei geht es weniger um eine klassische Führung von Werk zu Werk als um einen gemeinsamen Blick auf Street Art, ihre Entstehung und die Bedeutung ihres jeweiligen Umfeldes.
Ich erzähle Hintergründe zu ausgewählten Arbeiten, ihren Motiven und Orten sowie zu meiner Arbeitsweise als Street-Art-Künstler. Gleichzeitig soll Raum für Gespräche entstehen. Fragen können gestellt und unterschiedliche Perspektiven auf Street Art diskutiert werden.
Von der Straße in die Galerie
Der Street-Art-Rundgang in Köln-Mülheim ist ein wesentlicher Bestandteil von Urban Documentary. Was anschließend in der Galerie als Fotografie zu sehen ist, lässt sich zuvor auf der Straße in seinem tatsächlichen Umfeld erleben.
Die Straße wird damit selbst zum Teil der Ausstellung – mit all den Einflüssen, Veränderungen und Zufällen, die sich im öffentlichen Raum nicht kontrollieren lassen.
Der Rundgang beginnt und endet an der seiLeise Gallery, dauert etwa zwei Stunden und geht anschließend in die reguläre Galerieöffnung von 15:00 bis 19:00 Uhr über.
Nach dem Rundgang besteht damit die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen, Gespräche fortzusetzen und den Wechsel zwischen Street Art im öffentlichen Raum und ihrer fotografischen Dokumentation unmittelbar nachzuvollziehen.
Termine, Öffnungszeiten und Treffpunkt
Freitag, 4. September 2026
Galerie geöffnet: 15:00 – 19:00 Uhr
Samstag, 5. September 2026
12:00 Uhr: Öffentlicher Street-Art-Rundgang durch Köln-Mülheim
Treffpunkt: seiLeise Gallery
Dauer: ca. 2 Stunden
Keine Anmeldung erforderlich
Teilnahme kostenlos / freiwillige Spende
15:00 – 19:00 Uhr: Ausstellung und Galerie geöffnet
seiLeise Gallery
Wallstraße 125
51063 Köln-Mülheim
Außerhalb dieser öffentlichen Öffnungszeiten ist die seiLeise Gallery nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet.
Urban Documentary: Street Art dort erleben, wo sie entsteht
URBAN DOCUMENTARY verbindet zwei Perspektiven auf Street Art: die unmittelbare Begegnung mit den Arbeiten auf den Straßen von Köln-Mülheim und ihre fotografische Dokumentation im Galerieraum.
Straße, Fotografie und Galerie erzählen dabei nicht unabhängig voneinander, sondern unterschiedliche Teile derselben Geschichte.
Im Mittelpunkt steht eine Frage, die sich durch die gesamte Ausstellung und den öffentlichen Rundgang zieht:
Was macht Street Art zu Street Art?
